Dienstag, 1. Mai 2012, Santiago de Chile (- 6 Std.)
Ein weiterer unserer insgesamt 14 Flüge geht reibungslos von statten. Die Flughäfen und vor allem die Flugzeuge sind sehr modern und bequem und immer läuft alles sehr pünktlich ab und von einem eventuell zu erwartenden Schlendrian in Südamerika ist gar nichts zu spüren.
Frühmorgens, mit dem ersten Morgenrot über den Anden, landen wir in Santiago und sind nun also in unserem dritten Land angelangt. Der durch unsere Partnerorganisation Chile Inside organisierte Transfer funktioniert reibungslos und während der Fahrt zu unserer Unterkunft zeigen sich uns weiterhin spektakuläre Licht- und Wolkenschauspiele über den Anden. Als Schweizer sind ja hohe Berge für uns an sich nichts Neues, aber in so einer kompakten Kette und so nahe bei einer Grossstadt, ist es doch ein überwältigender Anblick.
Auffällig ist, dass wir hier wieder in einem Land mit vier Jahreszeiten sind, im Unterschied zu den vorher besuchten Ländern Costa Rica und Kolumbien, wo die Temperaturen und daher die Vegetation das ganze Jahr über ziemlich konstant sind (wenn auch in den verschiedenen Regionen der innerhalb der Länder unterschiedlich). Hier in Santiago färbt sich aber nun langsam das Laub herbstlich (wir sind hier auf der Südhalbkugel) rot.

Wir bekommen etwas ein schlechtes Gewissen, als wir sehen, wie viele Leute (jedoch vor allem Einheimische) entweder zu Fuss, sogar joggend, oder mit dem Bike den Berg erklimmen, während wir die gemütliche Variante mit der Zahnradbahn gewählt haben… Da heute, am 1. Mai, auch in Chile Tag der Arbeit und somit ein Feiertag ist, finden sich immer mehr Leute auf dem Berg ein und wir sind froh, dass wir mit der ersten Bahn hoch gekommen sind und uns nun, als die grosse Masse anrollt, wieder nach unten begeben können. Dort angekommen, flanieren wir weiter Richtung Stadtzentrum.

Gemütlich flanieren wir danach zu unserem Hotel zurück, wo unser Zimmer nun bereit ist. Wir sind froh, die Schuhe nach dem Flug und der Erkundung der Stadt nun endlich wieder ausziehen zu können. Wir machen uns erneut ans Schreiben unsere Berichte, aber das Internet will nicht ganz so wie Sarah. Es will offenbar nicht, dass sie mit dem Chef per Skype kommuniziert und kappt immer wieder die Verbindung. Daher konzentrieren wir uns dann, wie es sich gehört, auf die Arbeit und verfassen unsere Berichte.



