Bienvenue en France

Das Lernen einer neuen Sprache reizt vor allem viele junge Menschen und lässt sich auf verschiedene Wege in Angriff nehmen. Oft zieht es Studenten in die Ferne für ein Auslandssemester oder Auslandspraktikum oder vielleicht auch für den ersten Job im Ausland. Doch dafür sollte man die Sprache bereits auf einem guten Level sprechen können. Um eine neue Sprache zu lernen oder sein Sprachniveau zu erhöhen, bietet sich eine Sprachreise in das gewünschte Zielland besonders gut an. Denn wie heisst es so schön? Eine Sprache lernt man am besten in dem Land, in dem sie gesprochen wird.

Dich fasziniert vor allem die französische Sprache, weil sie so harmonisch klingt, aber dir fällt das Lernen nicht so leicht? Keine Sorge, damit bist du nicht alleine! Viele Schüler und Studenten haben Probleme mit dem Lernen einer neuen Sprache. Um die Scheu vor Französisch zu verlieren, bietet sich ein Auslandsaufenthalt in Frankreich perfekt an.

Ganz nach dem Motto “andere Länder, andere Sitten” gibt es in Frankreich einige sprachliche Besonderheiten zu beachten. Zum Einen gibt es regional unterschiedliche Akzente, so sprechen Menschen aus Paris zum Beispiel anders als die aus dem Norden oder Süden Frankreichs. Ein ganz bekannter Unterschied ist der Ausdruck “Pain au chocolat”, wie es in Paris heisst. Im Süden hingegen wird es “Chocolatine” genannt. Diesen Unterschied solltest du kennen, denn darauf wird grosser Wert gelegt. Generell sind die Franzosen stolz auf ihre Sprache und des Öfteren wird ihnen nachgesagt, dass sie nicht gerne Fremdsprachen lernen. Dies sollte man jedoch nicht verallgemeinern, denn auch viele Franzosen reisen gerne und interessieren sich für Auslandsaufenthalte.

Jugendsprache

Nicht nur diese regional unterschiedlichen Akzente können einem Nicht-Franzosen Schwierigkeiten bereiten, sondern auch die vorherrschende Umgangs- oder Jugendsprache. In der Schule lernen zwar viele junge Menschen Französisch, jedoch ist dies oftmals nicht das Französisch, welches tatsächlich gesprochen wird. Meistens ist dies sehr formell mit Fokus auf der grammatikalischen Richtigkeit. Wir kennen das ja selbst, statt “wie geht es dir?” fragen wir einfach “wie geht’s?” Für dich mag das als kein grosser Unterschied erscheinen, doch für jemanden, der die Sprache nicht spricht und erst lernt, ist dies der Fall! Generell nutzen die Franzosen sehr viele Abkürzungen, vor allem wenn Jugendliche untereinander SMS schreiben oder im Facebook Messenger chatten, welcher der Haupt Kommunikationskanal der jungen Franzosen ist. Also wundere dich nicht wenn du plötzlich “mdr” (mort de rire = sterben vor Lachen) liest oder “tkt” (ne t’inquiète pas = Mach dir keine Sorgen!)

Ein neuer sprachlicher Trend in Frankreich ist Verlan, welches von “l’envers” (rückwärts) kommt und die Umkehrung von Silben meint. Dieses Phänomen kann man als Geheimsprache der Jugendlichen beschreiben. Hierbei werden also die Silben verschiedener Wörter verdreht und daraus entstehen ganz neue Wörter. So wird aus “femme” (Frau) → “meuf” und aus “fou” (verrückt) → “ouf”. Jemand, der die Sprache erst lernt, versteht hierbei natürlich erstmal nichts und du wirst dir sicher denken, “als wäre das normale Französisch nicht schon schwer genug.” Zugegeben, für einen Aussenstehenden klingt Verlan schon ziemlich verrückt, aber du wirst dich schnell daran gewöhnen und die Jugendlichen besser verstehen.

Französische Redewendungen

Neben dem Verlan, gibt es noch einige weiter Redewendungen oder Sätze, die für dich bei einem Auslandsaufenthalt in Frankreich sehr hilfreich sein können. Zum Beispiel wird ein Kerl oder Freund oft als “mec” bezeichnet. Ein Ausdruck für das ist grossartig oder toll, ist “niquel”. Diese Wort benutzt vor allem die Jugend sehr häufig. Oft wird auch “nous” mit “on” ersetzt. So sagt man zum Beispiel zu “wir gehen jetzt essen” nicht “nous allons manger maintenant” sondern “on va manger maintenant”. Hast du zum Beispiel ein neues T-Shirt und es gefällt einem Franzosen sehr gut, könnte er sagen “c’est chouette”, was so viel wie “das ist toll” oder “das ist schön” bedeutet. Statt “oui” sagen die Meisten einfach nur “ouais” und eine Sache oder Ding wird oft als “truc” bezeichnet. Ein Wort, das vor allem Jugendliche gefühlt in jedem zweiten Satz benutzen, ist das Wort “putain”. Dieses Fluchwort, was so viel wie “scheisse” oder “verdammt” heisst, ist weit verbreitet und wird von der Jugend im alltäglichen Sprachgebrauch benutzt.

Generell neigen die meisten Franzosen dazu, sehr schnell zu reden. Sie vergessen oft einfach, dass man ihnen als Ausländer nicht so schnell folgen kann. Demnach solltest du dir folgenden Satz gut einprägen, “pouvez- vous parler un peu trop lentement, s’il vous plaît?” Übersetzt bedeutet dies, “könnten Sie bitte ein bisschen langsamer sprechen?” Wenn du möchtest, dass derjenige seinen Satz noch einmal wiederholt, kannst du einfach

“pouvez-vous répéter, s’il vous plaît?” sagen. Traue dich auf jeden Fall, diese beiden Sätze zu benutzen. Kein Franzose wird es dir übel nehmen, wenn du Gebrauch davon machst.

Dies sind einige der wichtigsten Ausdrücke und Redewendungen, die du in Frankreich mit Sicherheit sehr oft hören wirst.

Weiter wichtige Sätze und Wörter

Im Folgenden findest du noch eine Liste mit weiteren wichtigen Wörtern und auch hilfreichen Sätzen, die du während deines Aufenthalts in Frankreich gut gebrauchen kannst.

  • Enchanté – Schön, Sie kennenzulernen
  • bonne journée/soirée – Schönen Tag/Abend
  • Pourboire – Trinkgeld
  • Santé – Prost
  • De rien – keine Ursache, kein Problem
  • Je ne comprends pas – Ich verstehe nicht.
  • Je ne sais pas. – Ich weiss nicht.
  • Cela coût combien? – Wie viel kostet das?
  • Je voudrais réserver un table. – Ich möchte einen Tisch reservieren.
  • L’addition s’il vous plaît! – Die Rechnung bitte!
  • Je suis perdu(e). – Ich habe mich verlaufen.
  • Wo ist der Bahnhof/ die Polizei/ der Ticketautomat? – Où est la gare/ la police/ le guichet des billets?
  • Parlez vous allemand/ anglais? – Sprechen Sie Deutsch/ Englisch?
  • Au secour! J’ai besoin d’un médecin! – Hilfe! Ich brauche einen Arzt!

 

Autor: Tanja Konstantinovics für StudentJob CH